Lehrstunde Radrennsport: Tour de Suisse in Winterthur

Erfahrungen, Fotografieren

Eigentlich halte ich mich für einen relativ guten Amateurfotografen, der mit den verschiedensten Situationen gut zurecht kommt. Doch hin und wieder, stosse auch ich an meine Grenzen. Und heute, ja, da war es wieder mal soweit …

 

DSC_3827Gestern habe ich per Zufall mitbekommen, dass die Radrenntour “Tour de Suisse” durch meine Wahlheimat, Winterthur, führte. So habe ich meine Kameras gepackt, die Marschtabelle studiert und bin losgezogen um ein paar coole Rennrad-Bilder zu machen.

Als ich an meiner geplanten Position angekommen bin, habe ich mich erst mal ein wenig umgeschaut und dann drei Mal meine Position gewechselt, bis ich einen guten Blickwinkel, von einer Mittelinsel aus, auf eine Kurve hatte (übrigens in Absprache mit dem verkehrsregelnden Polizisten). Ich checkte mehrere Male die Kameraeinstellungen (S-Modus [Blendenautomatik], 1/200s, Matrixmessung, ISO 50) und wartete gespannt, bis die Fahrer kommen würde. DSC_3831 
 

Als erstes kam ein einzelner Ausreiser, den ich im Hochformat mehrere Male von vorne  fotografierte, als er dann aber um die Kurve zog, war ich mit dem heraus zoomen und mitziehen zu langsam, so dass es nur leicht unscharfe und angeschnittene Bilder gab. Ich war schon ein wenig enttäuscht und beschloss, das Feld im Querformat aufzunehmen.

 

Als das Feld dann kam, fuhren gleich vorneweg wieder zwei Ausreisser. Die waren vom gleichen Team wie derjenige der 8 Minuten Vorsprung hatte. Und als ich das sah als ich die Bilder am PC anschaute, fragte ich mich ernsthaft, was die da vorne machten! Aus taktischer Sicht müssten diese beiden das Feld bremsen und langsam mitfahren und nicht anführen und um den vorderen zu unterstützen sind 8 Minuten meiner Meinung nach zu viel, das hätte früher passieren müssen. (Kurzer taktischer Schwenk von meiner Seite, sorry, bin halt ein kleiner Rad-Fan).

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Naja, auf jeden Fall konzentrierte ich mich als erstes auf diese beiden, da sie eine schön enge Linie fuhren und ich versuchte gute Bilder zu kriegen indem ich um die Kurve die Kamera mitzog. Vier Sekunden dahinter kam dann schon das Feld, und vor lauter Fahrer vergass ich dann, mich jeweils auf einen zu konzentrieren und schön mit zu ziehen. Dann fotografierte ich im RAW-Format, was sehr schnell zu einem überfülltem Pufferspeicher führte, wodurch ich immer wieder ungewollte Pausen einlegen musste.

Beim anschliessenden durchschauen der Bilder im Kameradisplay merkte ich dann schnell, dass meine Bilder zu 98% nichts geworden sind.
Um mich ein wenig an das mitziehen zu gewöhnen, habe ich dann einfach noch um der Technikwillen, ein paar Bilder der nachfolgenden Autos gemacht. Aber so richtig sicher fühle ich mich beim Mitziehen noch nicht.

 

Mein persönliches Fazit

DSC_3857 Das nächste Mal werde ich die Bilder von Anfang an im Querformat aufnehmen. Eventuell sogar noch mit einer kürzeren Verschlusszeit, was aber wieder den Effekt des Verwischens vermindern wird. Und was auch sicher ist, dass ich in einer solchen Situation das nächste mal im JPEG-Format fotografieren werde, um den Puffer nicht so schnell voll zu haben.

Dann muss ich sicher irgendwie das Mitziehen noch gewaltig üben. Bin mir aber noch nicht sicher wie.

 

Wie macht ihr das? Wie Sattelfest seit ihr, wenn es ums Mitziehen geht und wie habt ihr das geübt?

Mein Lightroom Workflow Teil 4: Datenmanagement und Backup

Erfahrungen, Fotografieren, HowTo, Lightroom

Mit diesem vierten Teil meiner Lightroom Workflow-Serie schliesse ich diese mit meinen Erfahrungen zum Thema Datenmanagement und Backup ab. Den ersten Teil findet ihr hier, den zweiten hierund den dritten hier.

 

Hmm, hmm, ICH schreibe über Datenmanagement und Backup?!? Ok, dann mal zuerst ein Geständnis, das ist wahrlich nicht meine Stärke, aber etwas, dass man schon immer wieder machen sollte! Zudem weiss ich nur zu gut, als alt eingesessener PC-Freak, wie schnell Hardware den Geist aufgeben kann!

Ich Importiere meine Bilder in der Regel zuerst auf meine Laptop-Festplatte. Wenn ich dann die Bilder ausgewählt und bearbeitet habe, exportiere ich diese Arbeitsschritte als Sidecar, welches eine XMP-Datei mit dem Bildnamen generiert. Das geht ganz einfach über die rechte Maustaste auf ein Bild, im Kontextmenü “Metadaten” und da dann “Metadaten in Datei speichern”. So stelle ich sicher, dass meine veränderten Daten immer gespeichert werden.

Das mache ich noch nicht so lange, habe aber schon die Erfahrung gemacht, dass ich beim umorganisieren meiner Festplatte von einigen Bildern meine getätigten Bearbeitungen verloren habe. Darum finde ich diesen Schritt elementar wenn es um das Thema Backup geht.

Und jetzt der Hammer, lol, wenn ich kein Platz mehr habe auf der Laptop-Festplatte, verschiebe ich die Ordner in Lightroom Ordner für Ordner auf meine erste externe Festplatte (auch diese ist in Lightroom eingebunden). Leider geht das nur sehr umständlich. Entweder verschiebe ich jeden einzelnen Ordner in Lightroom. Oder ich kann alle Ordner im Explorer verschieben, muss danach aber jeden einzelnen Ordner in Lightroom neu verlinken! Beide Varianten überzeugen mich nicht so wirklich, aber ich hab da noch keine bessere gefunden und will auch nicht direkt auf der externen Platte arbeiten, wegen Verschleiss und so!

 

Dann schalte ich so jeden Monat noch meine zweite externe Festplatte ein und synchronisiere dann die Bildverzeichnisse mit dem Freeware Tool “Allway Sync”.

 

Oups, fast vergessen. Natürlich sichere ich meinen Lightroom-Katalog jede Woche auf meine Laptop-Festplatte. Diese Daten kopiere ich dann auch Monatlich auf meine zweite und dritte Festplatte.

Ok, ich geb es zu, meine Backup-Strategie schützt nur gegen Ausfälle der Hardware, gegen “worst case” wie Feuer, Wasser und Einbruch hilft diese Strategie natürlich bisher überhaupt nicht! Ich bin mir aber am Überlegen, wie ich das möglichst Kostengünstig hinkriege … ich werd’s euch dann bloggen, wenn ich mich für eine Lösung entschieden habe.

 

Was habt ihr für Strategien und welche Tools verwendet ihr dazu? Wie verschiebt ihr eure Daten von einer Festplatte zur anderen, oder macht ihr das gar nicht?

Mein Lightroom Workflow Teil 3: Export

Erfahrungen, Fotografieren, HowTo, Lightroom

In diesem dritten Teil meiner Lightroom Workflow Serie gehe ich auf die Exportfunktionen und das Web-Modul ein und erzähle von meinen Erfahrungen. Den ersten Teil findet ihr hier, und den zweiten hier.

 

4. Export auf Harddisk, Flickr & Picasa

Bilder auf die Festplatte zu exportieren geht ganz einfach, indem man mit der Rechten Maustaste im Kontextmenü den Menüpunkt Exportieren anwählt. Dann erscheint ein Pop-Dialog, in dem man viele verschiedene Settings vornehmen kann. Doch ehrlich gesagt exportiere ich fast nie Bilder einfach nur auf die Harddisk. (Inzwischen zwar wieder öfter, aber dazu später).

Jeffrey Friedl hat verschiedene PlugIns programmiert (was übrigens jeder der Lua beherrscht machen kann), die man in Sekundenschnelle installieren kann. Mit diesen PlugIns kann man über denselben Menüpunkt wie vorhin beschrieben, direkt aus Lightroom heraus die angewählten Bilder auf verschiedene Webanbieter hochladen. Dazu zählen aktuell flickr, Picasaweb, Facebook, Zenfolio und Smugmug. Das funktioniert wirklich einwandfrei und ich bin in den letzten 6 Monaten keinem einzigen Bug begegnet. (Habe aber nur flickr und picasa getestet.)

Das ganze hat jedoch einen Hacken. Seit ein paar Wochen, ist die Basisversion nach Ablauf der Testzeit limitiert und bietet nur noch das gleichzeitige Uploaden von maximal 6 Bildern an. Ausser, man hat einen PayBal-Account und überweist einen beliebigen Betrag an Jeffrey. Leider habe ich das nicht und muss mich so mit den Basisversionen abgeben, was mich beim flickr-PlugIn gar nicht stört, da ich da meistens nur so zwei, drei Bilder hoch lade, nur das von Picasa bereitet mir Kopfschmerzen.

Mein Problem ist aber, dass ich auf Picasa jeweils Alben mit 100-200 Bilder erstelle und so kann ich diese Menge unter rationalen Gesichtspunkten nicht mehr mit diesem PlugIn uploaden. Ich habe nun einen kleinen Workaround heraus getüftelt. Ich exportiere die Daten auf meine Festplatte, importiere sie in Picasa3 und lade sie dann von da ins Web hoch.

 

5. Selten, aber kommt vor, Export mit dem Web-Modul

Dann und wann, habe ich das verlangen, einige meiner Bilder als Galerie auf meiner Homepage zu zeigen. In diesem Fall kommt das letzte Modul aus dem Lightroom zum Einsatz, welches als Web bezeichnet wird.

Grundsätzlich kann Lightroom zwei verschiedene Arten von Galerien erstellen. Reine HTML-Galerien, welche eine oder mehrere Index-Seiten erstellt und danach für jedes Bild eine eigene Seite erstellt. Oder Flash-Galerien, welche nur mit einer einzigen Seite auskommen.

Lightroom hat eine ganze Menge von verschiedenen Darstellungsformen im Angebot, welche man durch verschiedene Einstellungen noch weitere personalisieren kann. Zusätzlich kann man im Internet eine ganze Menge von verschiedenen solchen Templates herunterladen … wobei mich da fast die Fülle der Möglichkeiten erschlagen hat.
Meine persönlichen Galerien wurden mit Standard-Templates von Lightroom erstellt. Irgendwie haben die mich fast am meisten angesprochen und die Schlichtheit hat mich da auch überzogen, aber wie gesagt, es gibt da noch ganz andere verrückte Templates. (Keine Scheu vor der Installation, die ist in einer Minute erledigt!)

Wenn man die ganzen Settings eingestellt hat (Lightroom generiert immer wenn es möglich ist eine Vorschau), drückt man unten rechts auf den Exportieren-Button, von da an geht alles automatisch. Nach ein paar Minuten hat man dann die fertige Galerie auf dem Rechner.

 

Nun endet für einige der Workflow hier und sie binden diese Galerie einfach per Link auf die Webseite ein. Für mich gehört es dazu, ein möglichst einheitliches Bild meiner Webseite zu erhalten. Dazu füge ich dann von Hand mit dem Microsoft Web Developer Express die fehlenden HTML-Elemente ein, verlinke es auf meine Haupt-Galerie-Seite und uploade dann alles.
Um das Möglichst rational zu halten, habe ich mich bei den Galerien, bei denen es nur um die Bilder geht auch für Flash-Galerien entschieden. Ja, ich geb es zu, manchmal bin ich etwas faul 😛

 

 

Wie exportiert ihr eure Bilder? Gibt es Alternativen zu Jeffrey’s PlugIns? Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Web-Modul von Lightroom gemacht? Und wie findet ihr meine Galerien?

Neue Galerie aufgeschaltet: The nature takes it back – Autofriedhof Kaufdorf

Pagenews

 

DSC_2007Soeben habe ich eine neue Galerie aufgeschaltet. Sie dreht sich in etwa 30 Bildern rund um den berühmt, berüchtigten Autofriedhof in Kaufdorf (Kt. Bern in der Schweiz).

Von verschiedenen Seiten (Freunde & Blogs) her habe ich vom Autofriedhof in Kaufdorf erfahren und so habe ich mich letzten Monat entschieden, eine der letzten Chancen wahrzunehmen und diesen speziellen Ort zu fotografieren.

Ich war fasziniert, wie die Natur an diesem Platz sich zurück kämpft. Und ich denke, dass es auf die eine Seite wirklich ein kultureller Verlust für die Schweiz ist, wenn dieser Ort zwangsgeräumt wird. Mindestens den älteren Teil könnte man doch versuchen zu erhalten.DSC_2060

Auf die andere Seite zeigt dieser Ort aber auch, was passiert, wenn ein Geschäftsmann nur das Geld im Kopf hat und die Behörden einfach wegschauen!

Es zeigt auf eine dramatische Art und Weise, was passieren kann, wenn wir unsere Verantwortung gegenüber der Natur nicht wahrnehmen!

 

 

Die Galerie findet ihr unter dem Menüpunkt Galerie oder direkt unter diesem Link –> the nature takes it back – Autofriedhof Kaufdorf

Mein Lightroom Workflow Teil 2: Bildbearbeitung und Reorganisation

Erfahrungen, Fotografieren, HowTo, Lightroom

Heute fahre ich mit dem zweiten Teil von meiner Lightroom Workflow Serie fort, die voraussichtlich vier Teile umfassen wird, den ersten findet ihr hier. In diesem Beitrag ist der kreative Prozess in der Dunkelkammer (dem Entwickeln-Modul von Lightroom) und die anschliessende Reorganisation an der Reihe.

2. In der digitalen Dunkelkammer

Die Arbeit in der digitalen Dunkelkammer ist sehr Zeitintensiv und kann locker mal 30 Minuten bis eine Stunde für ein Bild dauern, je nach dem was für Ideen man hat und wie genau man weiss, was wo zu tun ist. Es ist für mich ein sehr kreativer Prozess, beim dem ich meistens intuitiv vorgehe.

Ich weiss nicht immer, was ich mit einem Bild machen will. Hierbei helfen mir meine Presets in Lightroom, die ich von verschiedenen Webseiten heruntergeladen habe. Ich habe so geschätzte 250 Presets in Lightroom, wobei 50 davon zu meinen Lieblingen zählen. Ich verspreche im nächsten Monat mehr über Presets und meine Lieblinge darunter zu schreiben.

Es war ein zeitintensiver, autodidaktischer Prozess, in dem ich langsam heraus gefunden habe, wie die einzelnen Presets funktionieren und welche Regler sie verändern. Ich bin aber heute so weit, dass ich ein Preset ansehen kann und mir im Kopf die Regler einfallen, welche man dazu verändern muss. So geschieht es immer häufiger, dass ich klare Vorstellungen davon habe, wie mein Bild aussehen soll und was ich da tun muss. Dass ist auch wichtig, falls mir der Effekt eines Presets zu stark oder zu schwach ist, so kann ich das Manuell korrigieren.

 

Viel mehr kann man zu diesem Arbeitsschritt nicht schreiben, da er sehr persönlich ist und auch immer eng mit dem Motiv verknüpft ist.

Wer mal ein wenig sehen möchte, was verschiedene Fotografen mit ein und demselben Motiv anstellen ist herzlich eingeladen im Forum von Kwerfeldein den Thread Edit my Photo zu besuchen. Dabei stellt jeweils eine Person, die vom Vorgänger per Zufall ausgewählt wurde ein unbearbeitetes Bild ein und alle die wollen, dürfen sich dann daran austoben.

 

3. Reorganisation

Wenn ich ein Bild in Lightroom fertig bearbeitet habe, wechsle ich wieder in den Bibliothek-Modus. Dann nehme ich das fertige Bild und füge es einer meinen Sammlungen hinzu, die ich für mein Archiv erstellt habe. Ich markiere das Bild dann mit der Farbe gelb, welche für mich symbolisiert, dass das Bild fertig bearbeitet ist und in einer Sammlung versorgt ist.

Bilder, die ich noch in einem anderen Programm bearbeiten will, markiere ich ebenfalls mit Farben. Rot steht für Photoshop, Blau für HDR, Panorama und Time-Lapse.

Dann und wann, wenn ich Zeit und Lust habe, klicke ich mich dann durch meine Sammlungen und vergebe Sterne an die einzelnen Bilder, was ganz einfach über die Tasten 1-5 geht.

 

 

Ich denke, ich konnte euch hiermit einen guten Einblick in meine Elementare Vorgehensweise vorzustellen. Nächste Woche werde ich näher auf die Export-Funktionen und das Web-Modul eingehen.

fotocommunity [plus] eine Magazin-Rezension

Fotografieren, HowTo, Magazin, Rezension

 

fotocommunity Kurze Vorgeschichte … meine Kiosktour

Heute unterbreche ich meine Lightroom Workflow Serie zu Gunsten eines aktuellen Themas. Dem Print-Magazin der fotocommunity, das fotocommunity [plus].
Wenn ich unterwegs bin, schaue ich meistens an einem oder mehreren Kiosken vorbei und überfliege dabei regelmässig die Auswahl der Foto-Magazine. Dabei ist mir aufgefallen, dass jeder Kiosk, obwohl sie in einem Umkreis von 5 Gehminuten liegen, ein unterschiedliches Repertoire an Foto-Magazinen besitzt.

So war ich auch letzten Mittwoch wieder unterwegs, und stöberte in einem Kiosk, wobei mir da sofort das neue Magazin der fotocommunity auffiel. Als ich während dem durchblättern dann auch noch merkte, dass es das letzte Exemplar war, musste ich einfach zugreifen.

 
 

Zum Magazin, eine kurze Zusammenfassung

Nun zum Magazin. Was es wirklich von den anderen abhebt, ist nicht etwa, dass es sehr viele Fotos beinhaltet, das tun andere auch, aber zu fast jedem Bild ist ein Text beigefügt, in dem beschrieben wird, unter welchen Umständen das Bild entstanden ist und welche Einstellungen und Zusatzmittel für die Entstehung benutzt wurden. Zudem ist bei jedem Bild ein Link auf die Fotocommunityseite des jeweiligen Fotografen angegeben.

Die ersten drei Schwerpunkte befassen sich mit dem Licht in der Natur, wozu jeweils passende Bilder gezeigt werden, welche mich sehr ansprechen. Das sind; Natur in besonderem Licht, Durchlicht bringt Power in die Farben und Lichtstrahlen in der Natur.

Dann kommt ein Abschnitt, der sich mit Kompositionen (Photoshop-Kollagen) befasst, wobei jeweils das Ausgangsmaterial gezeigt wird. Dieses Kapitel ist zwar spannend, spricht mich aber persönlich nicht an, da mir diese Art der Bildbearbeitung nicht liegt.

Und dann, mein absoluter Lieblingsabschnitt; Light Art Performance: Die mit dem Licht tanzen. Es ist eigentlich eine etwas andere Art des Light Writing, was sehr ausdrücklich in einem Längeren Bericht und mit vielen Bildern dokumentiert ist. Wer nicht in der Lage ist sich ein fc-Magazin zu kaufen, sollte sich aber auf jeden Fall einmal die Webseite der beiden Künstler anschauen: http://lapp-pro.de/ 

Nun geht’s ab zum Schwerpunkt des Magazins, der mich persönlich nur noch am Rande interessiert. Der High-Key-Aufnahme.
Zuerst werden wieder Beispielbilder mit erklärenden Texten dazu, wie das Bild entstanden sind gezeigt. Das abschliessend in einen Photoshop-Workshop über geht. Das ist sicher sehr interessant für Fotografen, die gerne Menschen fotografieren, ein kleines Studio zur Verfügung haben und sich schon immer gefragt haben, wie man gute High-Key-Fotos erstellen kann.

Anschliessend folgen nochmals zwei Workshops, die sich mit der Bildbearbeitung von Portraits befassen. Das eine zeigt, wie man ein schönes Schwarz-Weiss-Portrait erstellen kann und das zweite befasst sich mit der Retusche eines farbigen Portrait-Bildes.

Dann folgen einige Informationen und eine Kolumne zur Fotocommunity, ein kleiner Veranstaltungskalender und Buchtips.

Nun geht das Magazin in eine Reportage eines Star-Fotografen über und folgt diesem einen Tag lang, bei seiner Tätigkeit, wie er mehr oder weniger berühmte Menschen in Szene setzt. Das war wieder ein Teil, den ich sehr gespannt gelesen habe.

Zum Schluss dürfen dann die obligatorischen Techniktests und Produktevorstellungen nicht fehlen, halten sich aber im Umfang in Grenzen, so wie ich es gerne mag. Das eine oder andere ist interessant, aber ich persönlich brauche nicht in jedem Heft 20 Seiten über die neuesten Kameras. Ich bin zufrieden mit meinen und kann und werde mir so schnell nicht eine neue kaufen.

 

Mein persönliches Fazit

Das Magazin schlägt meiner Meinung nach voll in eine Marktlücke. Die vielen Bilder mit dem jeweiligen Beschrieb, wie sie entstanden sind können jeden Fotografen weiterbringen und sind für mich persönlich eine extreme Bereicherung, das Highlight dieses Magazins!!! Das ist es genau, was mir bisher an all den anderen Foto-Magazinen gefehlt hat.
Auch die Workshops und der Themenschwerpunkt sind gut ausgearbeitet und sicher sehr nützlich, wenn man sich in diesem Thema bewegt.
Die Infos über die fotocommunity müssen wohl sein, sind aber nicht unbedingt notwendig, jedenfalls für mich. Der kurze Technikteil hat eine gute Auswahl und eine angenehme Länge.

Dieses Magazin ist für mich der absolute Burner, leider kommt es nur viertel jährlich heraus, dafür gibt’s von meiner Seite ein paar Punkte Abzug. Aber ich werde mir jedenfalls versuchen auch die nächste Ausgabe unter den Nagel zu reissen, wer weiss, wenn ich genug Geld habe, wird daraus vielleicht sogar ein Abo!

Mein Fazit in einem Satz: Das Magazin ist der Hammer und macht Lust auf mehr, auf mehr Magazin und mehr Fotocommunity!!!

photoillustres magazin der kamerakunst

Fotografieren, Freeware, Magazin

In mehreren Blogs wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass Manuel Linnenschmidt an einem Photomagazin arbeitet, wo man mit seinen Bildern mitmachen kann.

Heute hatte ich eine Mail bekommen, wo bekannt gemacht wurde, dass es nun soweit ist und man die Erstausgabe auf www.kamerkunstmagazin.de kostenfrei herunterladen kann. Das Magazin wird auch in Zukunft kostenfrei bleiben.

Ein erstes grobes durchblättern hat mir gezeigt, dass ich in den kommenden Tagen noch ein bisschen mehr Zeit damit verbringen werde, denn es hat wirklich interessante und schöne Bilder darunter.

 

Ach ja, nur mal so neben bei, ich habe es mit ein paar etwas spezielleren Bildern von Winterthur in diese Erstausgabe geschafft 😉

Mein Lightroom Workflow Teil 1: Einführung und Import

Erfahrungen, Fotografieren, HowTo, Lightroom

Nachdem ich mir Lightroom gekauft hatte, war ich fast ein wenig überfordert. Ich klickte mich durch die zahllosen Menüs und Optionen und versuchte, mit der Try and Error-Methode die einzelnen Funktionen kennen zu lernen. Einige Sachen konnte ich da zum Glück von meinen Erfahrungen mit Camera Raw von Photoshop übernehmen, welche ich mir durch verschiedene Bücher angeeignet hatte, andere waren mir gänzlich unbekannt.

Nachdem ich mich dann mit dem Programm angefreundet hatte, stellte ich mir dann die Frage, wie sieht ein optimaler Workflow in Lightroom aus? Wie machen das andere Fotografen mit Lightroom? Dazu las ich dann ein dickes Buch und begann ein wenig im Internet zu recherchieren. Ich stellte diese Frage dann auch einmal im Forum von Kwerfeldein und stellte mit erstaunen fest, dass sich die Workflows relativ stark ähneln.

Im folgenden möchte ich nun meinen ganz persönlichen Workflow mit euch teilen und hoffe, dass ihr vielleicht die eine oder andere Anregung zum arbeiten mit Lightroom erhaltet.

 

Grundsätzlicher Workflow von Lightroom

Grundsätzlich ist Lightroom in 5 Modulen aufgebaut, welche jeweils ganz unterschiedliche Bearbeitungsschritte in einem Standard Workflow darstellen:

1. das Bibliothek-Modul zum organisieren der Bilder

2. das Entwickeln-Modul zum bearbeiten von Bildern

3. das Diashow-Modul zum präsentieren

4. das Drucken-Modul zum drucken

5. das Web-Modul um Bildgalerien fürs Web zu erstellen

(Falls du jetzt neugierig auf Lightroom geworden bist, kannst du dir eine voll funktionierende Testversion für 30 Tage unter diesem Link herunterladen)

 

Mein persönlicher Workflow

 

1. Import und Organisation der Bilddaten

Auch ich fange meinen Workflow im Bibliotheksmodul an und zwar indem ich die Bilder als erstes von der Speicherkarte importiere.
In der Import-Dialogbox gibt es bereits eine Funktion, mit der man die Metadaten und Stichwörter hinzufügen kann. Bei den Metadaten habe ich eine Vorlage, die meine rudimentärsten Kontaktdaten und mein Copyright einträgt. Dann füge ich Stichwörter hinzu, die die bei möglichst allen Bildern zutreffen. Meist ist das nur die Ortschaft wo ich gerade war und vielleicht noch ein Überbegriff wie Nachtaufnahme.

Dann beginnt der Importvorgang, der dauert auch ein ganz schönes Weilchen … Zeit um Kaffee  zu holen und aus dem richtigen Fenster zu schauen 😉

Nach dem Importvorgang beginne ich in der Miniatur-Ansicht, den einzelnen Bildern genauere Stichwörter zuzuweisen, wobei ich da leider noch nicht so konsequent bin, wie ich das gerne würde. Das merke ich dann jedes Mal schmerzlich, wenn ich die Bilder auf flickr uploade.

Dann wechsle ich von der Miniatur-Ansicht in die Einzelbildansicht, wobei ich die Bilder einfach den Bildschirm ausfüllen lasse, so dass ich das ganze Bild sehen und beurteilen kann. Wenn ich dann ein Bild für gut erachte und es weiter verwenden möchte, markiere ich es mit einer Flagge, was mit der Taste “P” ganz einfach geht, so scrolle ich mit meinem Mausrad ganz bequem durch alle Bilder des letzten Import-Vorganges.

Hiermit ist der erste Teil abgeschlossen, ich hoffe, dass ich einen Einblick in meine Vorgehensweise eröffnen konnte und dass ihr vielleicht das eine oder andere für euch heraus picken konntet.

Was bedeutet Fotografieren? Und ein kleines Video ….

Erfahrungen, Fotografieren, Time-Lapse

Was bedeutet Fotografieren? Was bedeutet Fotografieren für mich? Mit diesen Fragen, habe ich mich die letzten Wochen herum geschlagen.
Ich bin für mich persönlich zum Schluss gekommen, dass Fotografieren für mich heisst, meine Umgebung zu Erkunden und meine Sicht der Welt, die Ansichten und Details, die mir auffallen fest zu halten. Und so habe ich mich letzten Samstag einmal mehr auf den Weg gemacht, meine Umgebung zu erkunden …

 

Am Samstag habe ich mir dann auf dem Flohmarkt eine kleines Kugelkopfstativ für 5 Franken gekauft. Abends habe ich mir dann meine beiden Kameras in den Rucksack gepackt und die Stative aussen dran gemacht und bin voller Tatendrang los in Richtung Stadt Winterthur.

Von einem Freund habe ich den Tipp bekommen, dass man vom Brühlberg herunter ganz gute Sonnenuntergänge fotografieren kann und nach einigen Recherchen auf einer Karte, bin ich zum Schluss gekommen, dass man von da auch aus coole Bilder von der Stadt in der Nacht machen kann.
Nach einem kurzen Zwischenstopp bei meiner Lieblings-Imbissbude dem Istanbul Döner bin ich sofort weiter mit dem Bus und anschliessend eine halbe Stunde lang den Hügel hoch gelaufen. Oben angekommen, stellte ich mit freudigem Erstaunen fest, dass es da sogar einen Turm drauf hat, welchen ich natürlich sofort erklomm. Nach einem kurzen Rundgang stellte ich meine Stative auf und bestückte sie mit meinen Kameras und wartete voller Vorfreude auf den Sonnenuntergang.

 

Doch schon bald stellte sich der Sonnenuntergang als enttäuschend dar, da er von einer grossen Wolkenschicht verdeckt wurde und nur durch zwei kleine Lücken sichtbar war. Doch ich liess mich nicht Gross beeindrucken und veränderte meinen Standpunkt, um gute Nachtaufnamen von der Stadt machen zu können. Da es aber noch sehr hell war, merkte ich, dass ich noch eine Weile mit warten verbringen müsste, bis es dunkel war.

Da kam mir plötzlich ein Gedanke. In letzter Zeit hatte ich im Internet vermehrt Zeitraffer-Videos gesehen, sogenannte Time-Laps-Videos. So nahm ich mir vor, ein ebensolches vom Eindunkeln über Winterthur zu machen. Das Ergebnis seht ihr im folgenden Video:

 

 

Nachdem ich diese Bilder im Kasten hatte, bin ich dann um 22:00 Uhr wieder vom Berg herunter gelaufen und bin noch eine halbe Stunde im Sulzer-Industriegebiet streunen gegangen und habe noch Mals ein paar Bilder geschossen.

 

Zurück zu Hause, stellte ich nach dem Importieren der Bilder fest, dass fast alle aus dieser Serie einen bläulichen Stich aufwiesen und ein grosser Teil unterbelichtet war. Das bedeutete für mich, dass ich jedes einzelne Bild in Lightroom unterbelichten musste, was ich automatisiert habe, und dass ich manuell für jedes einzelne Bild einen Weissabgleich vornehmen musste. Das sind auch die Punkte, die ich bei der nächsten Time-Lapse-Serie unbedingt beachten und kontrollieren muss. Zudem werde ich in Zukunft nicht mehr nur ein Bild pro Minute machen, sondern so alle 15-30 Sekunden und die Belichtungszeit aktiver überprüfen und steuern.
Nachdem ich die Bilder exportiert hatte, habe ich sie mit dem Windows Movie Maker zu einem Film zusammen gefügt. Am längsten hatte ich aber dann schlussendlich damit Musik zu finden, die ich in einem solchen Film verwenden darf und die mir auch gefällt!

 

Was haltet ihr von meinem ersten Time-Lapse-Video? Habt ihr auch schon Erfahrungen mit solchen Zeitrafferaufnahmen gemacht?

Mein Bildverwaltungstool

Fotografieren, Freeware, Lightroom, Software

Die ersten Erfahrungen oder auch das Chaos 😉

Als ich angefangen habe zu fotografieren, habe ich mich damit gar nicht auseinander gesetzt. Ich habe die Bilder einfach in einen Ordner kopiert in dem es für jeden Tag einen eigenen Ordner gab, an dem ich fotografiert habe. Diese Struktur habe ich bis heute beibehalten. Ich erstelle nur für spezielle Fotografien einen eigenen Ordner, der aber mit dem Datum anfängt. Diese Ordner habe ich mir jeweils durch ein kleines Programm erstellen lassen, das mir gleichzeitig die Bilder von meiner Karte importiert hat.

Nachdem ich es leid war, mir die Bilder immer mit dem Windows-Explorer anzusehen, habe ich angefangen nach einem passenden Bildverwaltungstool zu recherchieren. Ich habe viele Programme vom Internet herunter geladen und diverse von CD’s installiert. Doch es gab kaum keines, das mir gefiel und die, die mir gefielen, waren mir zu teuer. Schlussendlich habe ich aber doch eines gefunden, dass mir extrem zugesagt hat. Es war das Freeware-Tool von Google: Picasa.

 

Mein erstes Bildverwaltungstool

Picasa ist extrem schnell im importieren und anzeigen von bereits importierten Bildern, das ein- und ausblenden von ganzen Ordnern und die gute Funktion zum Filtern von Bildern hat mich umgehauen. Und so bin ich bei diesem Programm geblieben, bis etwa vor einem Jahr.
Picasa bietet zudem auch einige Funktionen zum bearbeiten von Fotos an, die ich aber nicht brauchte, da ich dazumal schon ein externes Programm zum bearbeiten verwendet habe, siehe dazu auch hier.

Auch als ich mir eine Nikon D50 gekauft habe, habe ich die mitgelieferten Programme nur kurz angeschaut, bin aber dem Picasa treu geblieben. Nur zum importieren von Bildern habe ich nach wie vor ein externes Programm verwendet.

Doch als ich mir meine neueste Kamera gekauft habe, konnte Picasa und mein damaliges Bildbearbeitungsprogramm mit meinen digitalen Negativen von Nikon (*.nef) nichts mehr anfangen. So sah ich mich gezwungen auf andere Software umzusteigen. Anfänglich arbeitete ich mit den von Nikon mitgelieferten Produkten, doch irgendwie war ich damit unzufrieden.

So recherchierte ich längere Zeit und entschied mich aufgrund von verschiedenen Kriterien für Adobe Photoshop Lightroom 1.

 

Meine Kriterien an mein Bildverwaltungstool

LR2Grundfunktionen

Das wichtigste für mich, war, dass das neue Programm die digitalen Negative meiner Nikonkameras erkennen kann.
Als zweites, wollte ich ein Programm, in dem ich mit einfachen Mittel Stichwörter hinzufügen und die Bilder in Kategorien einteilen kann.
Beides sind die einfachsten Grundfunktionen bei Lightroom.

Exportfunktionen
Dann träumte ich davon, dass ich aus dem Bildverwaltungstool heraus ganz einfach Bilder zu Webdiensten exportieren kann. Zudem wollte ich eine Funktion mit der ich Bilder auf meine eigene Homepage herauf laden kann.
Nun, das erste davon lässt sich sehr einfach mit entsprechenden PlugIn’s gestalten. Das zweite davon ist ein wenig umtriebiger, wenn man das Corporate Design der Homepage auf allen Seiten durchziehen will. Aber wie du das in den Galerien von belichtet.ch sehen kannst, ist es mit ein wenig HTML- und CSS-Kenntnissen durchaus möglich.

Bildbearbeitung

Etwa 6 Monate nach dem ich mich für Lightroom 1 entschieden hatte, stand leider schon die zweite Version auf der Fussmatte. Ich war vorerst skeptisch und wartete einmal ab. Als ich dann las, was für gravierende Vorteile mit dem neuen Bearbeitungsmodus hinzugekommen sind, brannte ich darauf zu updaten.

Das Potential, mit dem Lightroom ausgeliefert wird, ist enorm. Ich benutze für fast 90% meiner Nachbearbeitung der Bilder nur Lightroom. Man kann inzwischen sehr gezielt Masken auftragen und so einzelne Bildelemente bearbeiten (aufhellen, abdunkeln, Sättigung und Kontrast manipulieren uvm.)

 

Fazit

Ich bin ein rundum zufriedener Lightroom 2.3 Benutzer. Das Konzept mit den verschiedenen Modulen überzeugt mich. In Lightroom 2 sind viele sehr nützliche Features hinzugekommen, die einem das Leben unheimlich erleichtern. Z.B. Smart-Collections im Bibliotheks-Modul, Masken im Entwickeln-Modul uvm.

Das Programm ist aber wirklich sehr mächtig und benötigt eine intensivere Auseinandersetzung. Für Lightroom 2 habe ich mir extra ein Buch (Lightroom-Praxis von Marc Altmann) gekauft und lese regelmässig das Blog Lightroomkillertips.

Zudem kann man Lightroom durch viele externe Presets, Galerien und PlugIn’s aufwerten, (siehe dazu auch in meiner Seite Fotografie-Links nach, da sind einige Seiten mit entsprechendem Inhalt gelistet), diese offene Schnittstelle, ist wirklich etwas cooles! Mit ein bisschen Erfahrung in der Programmiersprache LUA kann man sogar selber PlugIn’s programmieren. Bin es mir im Moment grad am überlegen…

Einzig wirklich nervender Kritikpunkt: Das Teil läuft auf meinem Laptop mit einem Dualcore 1.8 GHz und 4 GB RAM manchmal echt langsam, das merkt man insbesondere, wenn man die Module wechselt. Also, wenn ich mir da die Tutorial-Videos von manchem Mac-User ansehe, werde ich echt neidisch!!!

Aber trotzdem, jeder der das Fotografieren ein wenig ernster nimmt und nicht nur eine reine Bildverwaltung wie Picasa braucht (das Teil ist nach wie vor absolut Top!!!), der sollte sich zumindest mal Lightroom als Demo für 30 Tage herunterladen und sie intensiv unter die Lupe nehmen!!