photoillustres magazin der kamerakunst

Fotografieren, Freeware, Magazin

In mehreren Blogs wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass Manuel Linnenschmidt an einem Photomagazin arbeitet, wo man mit seinen Bildern mitmachen kann.

Heute hatte ich eine Mail bekommen, wo bekannt gemacht wurde, dass es nun soweit ist und man die Erstausgabe auf www.kamerkunstmagazin.de kostenfrei herunterladen kann. Das Magazin wird auch in Zukunft kostenfrei bleiben.

Ein erstes grobes durchblättern hat mir gezeigt, dass ich in den kommenden Tagen noch ein bisschen mehr Zeit damit verbringen werde, denn es hat wirklich interessante und schöne Bilder darunter.

 

Ach ja, nur mal so neben bei, ich habe es mit ein paar etwas spezielleren Bildern von Winterthur in diese Erstausgabe geschafft 😉

Mein Lightroom Workflow Teil 1: Einführung und Import

Erfahrungen, Fotografieren, HowTo, Lightroom

Nachdem ich mir Lightroom gekauft hatte, war ich fast ein wenig überfordert. Ich klickte mich durch die zahllosen Menüs und Optionen und versuchte, mit der Try and Error-Methode die einzelnen Funktionen kennen zu lernen. Einige Sachen konnte ich da zum Glück von meinen Erfahrungen mit Camera Raw von Photoshop übernehmen, welche ich mir durch verschiedene Bücher angeeignet hatte, andere waren mir gänzlich unbekannt.

Nachdem ich mich dann mit dem Programm angefreundet hatte, stellte ich mir dann die Frage, wie sieht ein optimaler Workflow in Lightroom aus? Wie machen das andere Fotografen mit Lightroom? Dazu las ich dann ein dickes Buch und begann ein wenig im Internet zu recherchieren. Ich stellte diese Frage dann auch einmal im Forum von Kwerfeldein und stellte mit erstaunen fest, dass sich die Workflows relativ stark ähneln.

Im folgenden möchte ich nun meinen ganz persönlichen Workflow mit euch teilen und hoffe, dass ihr vielleicht die eine oder andere Anregung zum arbeiten mit Lightroom erhaltet.

 

Grundsätzlicher Workflow von Lightroom

Grundsätzlich ist Lightroom in 5 Modulen aufgebaut, welche jeweils ganz unterschiedliche Bearbeitungsschritte in einem Standard Workflow darstellen:

1. das Bibliothek-Modul zum organisieren der Bilder

2. das Entwickeln-Modul zum bearbeiten von Bildern

3. das Diashow-Modul zum präsentieren

4. das Drucken-Modul zum drucken

5. das Web-Modul um Bildgalerien fürs Web zu erstellen

(Falls du jetzt neugierig auf Lightroom geworden bist, kannst du dir eine voll funktionierende Testversion für 30 Tage unter diesem Link herunterladen)

 

Mein persönlicher Workflow

 

1. Import und Organisation der Bilddaten

Auch ich fange meinen Workflow im Bibliotheksmodul an und zwar indem ich die Bilder als erstes von der Speicherkarte importiere.
In der Import-Dialogbox gibt es bereits eine Funktion, mit der man die Metadaten und Stichwörter hinzufügen kann. Bei den Metadaten habe ich eine Vorlage, die meine rudimentärsten Kontaktdaten und mein Copyright einträgt. Dann füge ich Stichwörter hinzu, die die bei möglichst allen Bildern zutreffen. Meist ist das nur die Ortschaft wo ich gerade war und vielleicht noch ein Überbegriff wie Nachtaufnahme.

Dann beginnt der Importvorgang, der dauert auch ein ganz schönes Weilchen … Zeit um Kaffee  zu holen und aus dem richtigen Fenster zu schauen 😉

Nach dem Importvorgang beginne ich in der Miniatur-Ansicht, den einzelnen Bildern genauere Stichwörter zuzuweisen, wobei ich da leider noch nicht so konsequent bin, wie ich das gerne würde. Das merke ich dann jedes Mal schmerzlich, wenn ich die Bilder auf flickr uploade.

Dann wechsle ich von der Miniatur-Ansicht in die Einzelbildansicht, wobei ich die Bilder einfach den Bildschirm ausfüllen lasse, so dass ich das ganze Bild sehen und beurteilen kann. Wenn ich dann ein Bild für gut erachte und es weiter verwenden möchte, markiere ich es mit einer Flagge, was mit der Taste “P” ganz einfach geht, so scrolle ich mit meinem Mausrad ganz bequem durch alle Bilder des letzten Import-Vorganges.

Hiermit ist der erste Teil abgeschlossen, ich hoffe, dass ich einen Einblick in meine Vorgehensweise eröffnen konnte und dass ihr vielleicht das eine oder andere für euch heraus picken konntet.

Was bedeutet Fotografieren? Und ein kleines Video ….

Erfahrungen, Fotografieren, Time-Lapse

Was bedeutet Fotografieren? Was bedeutet Fotografieren für mich? Mit diesen Fragen, habe ich mich die letzten Wochen herum geschlagen.
Ich bin für mich persönlich zum Schluss gekommen, dass Fotografieren für mich heisst, meine Umgebung zu Erkunden und meine Sicht der Welt, die Ansichten und Details, die mir auffallen fest zu halten. Und so habe ich mich letzten Samstag einmal mehr auf den Weg gemacht, meine Umgebung zu erkunden …

 

Am Samstag habe ich mir dann auf dem Flohmarkt eine kleines Kugelkopfstativ für 5 Franken gekauft. Abends habe ich mir dann meine beiden Kameras in den Rucksack gepackt und die Stative aussen dran gemacht und bin voller Tatendrang los in Richtung Stadt Winterthur.

Von einem Freund habe ich den Tipp bekommen, dass man vom Brühlberg herunter ganz gute Sonnenuntergänge fotografieren kann und nach einigen Recherchen auf einer Karte, bin ich zum Schluss gekommen, dass man von da auch aus coole Bilder von der Stadt in der Nacht machen kann.
Nach einem kurzen Zwischenstopp bei meiner Lieblings-Imbissbude dem Istanbul Döner bin ich sofort weiter mit dem Bus und anschliessend eine halbe Stunde lang den Hügel hoch gelaufen. Oben angekommen, stellte ich mit freudigem Erstaunen fest, dass es da sogar einen Turm drauf hat, welchen ich natürlich sofort erklomm. Nach einem kurzen Rundgang stellte ich meine Stative auf und bestückte sie mit meinen Kameras und wartete voller Vorfreude auf den Sonnenuntergang.

 

Doch schon bald stellte sich der Sonnenuntergang als enttäuschend dar, da er von einer grossen Wolkenschicht verdeckt wurde und nur durch zwei kleine Lücken sichtbar war. Doch ich liess mich nicht Gross beeindrucken und veränderte meinen Standpunkt, um gute Nachtaufnamen von der Stadt machen zu können. Da es aber noch sehr hell war, merkte ich, dass ich noch eine Weile mit warten verbringen müsste, bis es dunkel war.

Da kam mir plötzlich ein Gedanke. In letzter Zeit hatte ich im Internet vermehrt Zeitraffer-Videos gesehen, sogenannte Time-Laps-Videos. So nahm ich mir vor, ein ebensolches vom Eindunkeln über Winterthur zu machen. Das Ergebnis seht ihr im folgenden Video:

 

 

Nachdem ich diese Bilder im Kasten hatte, bin ich dann um 22:00 Uhr wieder vom Berg herunter gelaufen und bin noch eine halbe Stunde im Sulzer-Industriegebiet streunen gegangen und habe noch Mals ein paar Bilder geschossen.

 

Zurück zu Hause, stellte ich nach dem Importieren der Bilder fest, dass fast alle aus dieser Serie einen bläulichen Stich aufwiesen und ein grosser Teil unterbelichtet war. Das bedeutete für mich, dass ich jedes einzelne Bild in Lightroom unterbelichten musste, was ich automatisiert habe, und dass ich manuell für jedes einzelne Bild einen Weissabgleich vornehmen musste. Das sind auch die Punkte, die ich bei der nächsten Time-Lapse-Serie unbedingt beachten und kontrollieren muss. Zudem werde ich in Zukunft nicht mehr nur ein Bild pro Minute machen, sondern so alle 15-30 Sekunden und die Belichtungszeit aktiver überprüfen und steuern.
Nachdem ich die Bilder exportiert hatte, habe ich sie mit dem Windows Movie Maker zu einem Film zusammen gefügt. Am längsten hatte ich aber dann schlussendlich damit Musik zu finden, die ich in einem solchen Film verwenden darf und die mir auch gefällt!

 

Was haltet ihr von meinem ersten Time-Lapse-Video? Habt ihr auch schon Erfahrungen mit solchen Zeitrafferaufnahmen gemacht?

Mein Bildverwaltungstool

Fotografieren, Freeware, Lightroom, Software

Die ersten Erfahrungen oder auch das Chaos 😉

Als ich angefangen habe zu fotografieren, habe ich mich damit gar nicht auseinander gesetzt. Ich habe die Bilder einfach in einen Ordner kopiert in dem es für jeden Tag einen eigenen Ordner gab, an dem ich fotografiert habe. Diese Struktur habe ich bis heute beibehalten. Ich erstelle nur für spezielle Fotografien einen eigenen Ordner, der aber mit dem Datum anfängt. Diese Ordner habe ich mir jeweils durch ein kleines Programm erstellen lassen, das mir gleichzeitig die Bilder von meiner Karte importiert hat.

Nachdem ich es leid war, mir die Bilder immer mit dem Windows-Explorer anzusehen, habe ich angefangen nach einem passenden Bildverwaltungstool zu recherchieren. Ich habe viele Programme vom Internet herunter geladen und diverse von CD’s installiert. Doch es gab kaum keines, das mir gefiel und die, die mir gefielen, waren mir zu teuer. Schlussendlich habe ich aber doch eines gefunden, dass mir extrem zugesagt hat. Es war das Freeware-Tool von Google: Picasa.

 

Mein erstes Bildverwaltungstool

Picasa ist extrem schnell im importieren und anzeigen von bereits importierten Bildern, das ein- und ausblenden von ganzen Ordnern und die gute Funktion zum Filtern von Bildern hat mich umgehauen. Und so bin ich bei diesem Programm geblieben, bis etwa vor einem Jahr.
Picasa bietet zudem auch einige Funktionen zum bearbeiten von Fotos an, die ich aber nicht brauchte, da ich dazumal schon ein externes Programm zum bearbeiten verwendet habe, siehe dazu auch hier.

Auch als ich mir eine Nikon D50 gekauft habe, habe ich die mitgelieferten Programme nur kurz angeschaut, bin aber dem Picasa treu geblieben. Nur zum importieren von Bildern habe ich nach wie vor ein externes Programm verwendet.

Doch als ich mir meine neueste Kamera gekauft habe, konnte Picasa und mein damaliges Bildbearbeitungsprogramm mit meinen digitalen Negativen von Nikon (*.nef) nichts mehr anfangen. So sah ich mich gezwungen auf andere Software umzusteigen. Anfänglich arbeitete ich mit den von Nikon mitgelieferten Produkten, doch irgendwie war ich damit unzufrieden.

So recherchierte ich längere Zeit und entschied mich aufgrund von verschiedenen Kriterien für Adobe Photoshop Lightroom 1.

 

Meine Kriterien an mein Bildverwaltungstool

LR2Grundfunktionen

Das wichtigste für mich, war, dass das neue Programm die digitalen Negative meiner Nikonkameras erkennen kann.
Als zweites, wollte ich ein Programm, in dem ich mit einfachen Mittel Stichwörter hinzufügen und die Bilder in Kategorien einteilen kann.
Beides sind die einfachsten Grundfunktionen bei Lightroom.

Exportfunktionen
Dann träumte ich davon, dass ich aus dem Bildverwaltungstool heraus ganz einfach Bilder zu Webdiensten exportieren kann. Zudem wollte ich eine Funktion mit der ich Bilder auf meine eigene Homepage herauf laden kann.
Nun, das erste davon lässt sich sehr einfach mit entsprechenden PlugIn’s gestalten. Das zweite davon ist ein wenig umtriebiger, wenn man das Corporate Design der Homepage auf allen Seiten durchziehen will. Aber wie du das in den Galerien von belichtet.ch sehen kannst, ist es mit ein wenig HTML- und CSS-Kenntnissen durchaus möglich.

Bildbearbeitung

Etwa 6 Monate nach dem ich mich für Lightroom 1 entschieden hatte, stand leider schon die zweite Version auf der Fussmatte. Ich war vorerst skeptisch und wartete einmal ab. Als ich dann las, was für gravierende Vorteile mit dem neuen Bearbeitungsmodus hinzugekommen sind, brannte ich darauf zu updaten.

Das Potential, mit dem Lightroom ausgeliefert wird, ist enorm. Ich benutze für fast 90% meiner Nachbearbeitung der Bilder nur Lightroom. Man kann inzwischen sehr gezielt Masken auftragen und so einzelne Bildelemente bearbeiten (aufhellen, abdunkeln, Sättigung und Kontrast manipulieren uvm.)

 

Fazit

Ich bin ein rundum zufriedener Lightroom 2.3 Benutzer. Das Konzept mit den verschiedenen Modulen überzeugt mich. In Lightroom 2 sind viele sehr nützliche Features hinzugekommen, die einem das Leben unheimlich erleichtern. Z.B. Smart-Collections im Bibliotheks-Modul, Masken im Entwickeln-Modul uvm.

Das Programm ist aber wirklich sehr mächtig und benötigt eine intensivere Auseinandersetzung. Für Lightroom 2 habe ich mir extra ein Buch (Lightroom-Praxis von Marc Altmann) gekauft und lese regelmässig das Blog Lightroomkillertips.

Zudem kann man Lightroom durch viele externe Presets, Galerien und PlugIn’s aufwerten, (siehe dazu auch in meiner Seite Fotografie-Links nach, da sind einige Seiten mit entsprechendem Inhalt gelistet), diese offene Schnittstelle, ist wirklich etwas cooles! Mit ein bisschen Erfahrung in der Programmiersprache LUA kann man sogar selber PlugIn’s programmieren. Bin es mir im Moment grad am überlegen…

Einzig wirklich nervender Kritikpunkt: Das Teil läuft auf meinem Laptop mit einem Dualcore 1.8 GHz und 4 GB RAM manchmal echt langsam, das merkt man insbesondere, wenn man die Module wechselt. Also, wenn ich mir da die Tutorial-Videos von manchem Mac-User ansehe, werde ich echt neidisch!!!

Aber trotzdem, jeder der das Fotografieren ein wenig ernster nimmt und nicht nur eine reine Bildverwaltung wie Picasa braucht (das Teil ist nach wie vor absolut Top!!!), der sollte sich zumindest mal Lightroom als Demo für 30 Tage herunterladen und sie intensiv unter die Lupe nehmen!!

PaintShop Pro X gratis zum Download!!!

Fotografieren, Software

Soeben habe ich auf Shortnews.de und im Blog von Markus Dollinger gelesen, dass man die aktuelle Version Pro X der Photoshop-Alternative Paintshop gratis downloaden kann. Das Teil ist zwar schon 4 Jahre alt, hat aber einiges auf dem Kasten.

Vor Jahren habe ich selber viel mit Paintshop Pro 6 herumgespielt und ich kann daher nur sagen, dass es wirklich auch ein mächtiges Bildbearbeitungstool ist, mit dem man die meisten Aktionen die bei der Bildbearbeitung anfallen, durchführen kann.
Laut meinen Quellen ist das Teil Mehrsprachenfähig, und hat ein integriertes Lernzentrum, mit dem Neulingen der Einstieg in die aktuelle Version vereinfacht wird und die komplexen Funktionen genauer erläutert werden. Passend dazu habe ich noch ein paar Tutorial-(Selbstlerneinheiten)-Listen herausgesucht, mit denen man sich schnell in das Programm einarbeiten kann:

Und zum Schluss, hier noch der direkte Downloadlink für Painshop Pro X –> Klick mich!

Die aktuellste Liste der deutschsprachigen Fotoblogs …

Blogs, Fotografieren

Wosinddeutscheblogs Martin von kwerfeldein.de hat vor zirka 2 Wochen alle Autoren von deutschsprachigen Fotoblogs aufgerufen sich bei ihm zu melden, damit er eine aktuelle Liste mit allen Fotoblogs erstellen kann. Nun präsentiert er das Ergebniss in seinem Blog und hat uns erlaubt, diese Liste ebenfalls zu verwenden.

Nun, einerseits habe ich sie diesem Post angehängt und andereseits, habe ich heute Abend eine Linkliste erstellt, mit der ihr immer die Möglichkeit habt auf diese Liste zuzugreifen.

Auch für mich ist da ein ganzer haufen von neuen Blogs präsentiert worden, die ich nun nach und nach besuchen werde. Einige davon kenne ich schon und habe die meinem Feedreader schon vor längerer Zeit hinzugefügt, picspack, fotografr, bildwerk3, konzertfotoFAQ nur um einige zu nennen. Andere die in meinem Feedreader sind vermisse ich gänzlich. Vielleicht erstelle ich mal noch eine Liste mit Blogs, die an dieser Aktion nicht teilgeimmen haben, ich aber trotzdem wichtig finde.

Viel Spass beim stöbern ….

 

Mein Steckenpferd, die Nachtfotografie

Fotografieren, HowTo

DSC_9739 als Smart Objekt-1 In diesem Post möchte ich euch in eine meiner Lieblingsdisziplin der Fotografie einführen. Der Fotografie nach dem Sonnenuntergang, der Nachtfotografie. Ich hoffe ich kann euch einen kleinen Einblick gewähren, auf Grund dessen ihr dann selber anfangen könnt zu experimentieren.

 

 

 

 

Das Material für eine Gelungene Nachtaufnahme

 

Die Kamera

Das Wichtigste ist eine Kamera, wobei fast alle Kameras dafür in Frage kommen. Wichtig ist, dass ihr die Belichtungszeit Manuell einstellen könnt. Das ist eigentlich bei allen Bridge- und digitalen Spiegelreflexkameras der Fall.

Probleme bereiten manchmal die kompakten Digitalkameras. Meine Nikon P60 zum Beispiel, hat nur eine maximale Belichtungszeit von 8 Sekunden, was mir für viele Aufnahmen einfach zu wenig ist. Wobei Fairerweise gesagt sein muss, dass es auch Aufnahmesituationen gibt, wo diese Belichtungszeit genügt. Es ist immer eine Frage, wie viel Licht zur Verfügung steht, doch dazu kommen wir später noch.

 

Das Stativ

Ein stabiles, dreibeiniges Stativ ist für die Nachtfotografie unerlässlich. Ich arbeite normalerweise mit einem Belichtungszeitbereich von 8 Sekunden bis zu 20 Minuten, da kann die kleinste Bewegung das ganze Bild zerstören.

Ich persönlich verwende zurzeit ein Cullmann 2650 Universalstativ welches ich mir vor etwa 3 Jahren gekauft habe. Zurzeit kostet es noch ca. 150 CHF (100 Euro). Ich mag dieses Stativ, weil es relativ klein und leicht ist, so kann ich es gut aussen am Rucksack befestigen und mit meinem Velo losziehen.

Dennoch muss ich hier ehrlicherweise anmerken, dass ich mir im Moment am Überlegen bin, ein Manfrotte Stativ mit einem Kugelkopf zu kaufen. Doch, da im Moment das Geld fehlt, bleibt es mal noch bei den Überlegungen.

 

DSC_9756 Das Objektiv

Das Objektiv spielt nur dann eine Rolle, wenn ich kein Stativ zur Verfügung habe. Das ist jedoch eine Situation, die es zu vermeiden gilt.

Das einzige Mal, an dass ich mich erinnern kann, dass ich ohne Stativ in der Stadt Nachtaufnahmen gemacht habe, war, als ich mit meinem neuen 50mm Objektiv mit der grössten Blende f1,8 die Grenzen ausloten wollte und die meisten davon gingen voll in die Hose … !

Wenn ich kein Stativ zur Verfügung habe, dann kann man nur gute Fotos machen, wenn man ein extrem Lichtstarkes Objektiv hat. Das Bedeutet, dass die grösste Blendenöffnung schon mindestens f1,8 sein sollte, sonst wird es sehr schwierig! Alternativ, kann ich die Kamera irgendwo auf eine Mauer oder den Boden legen, aber dann ist man schon sehr eingeschränkt in der Auswahl des Bildausschnitts!

Aber normalerweise kommt es da nicht so sehr auf die Blende an. Ich verwende meistens mein Standardobjektiv von Nikon, das Nikkor 18-200mm mit einer maximalen Blende von 3,5-5,6. Meistens verkleinere ich sogar absichtlich die Blende, um die Belichtungszeit zu verlängern und so mehr Licht einzufangen.

 

Der Fernauslöser

Mach dir jetzt keine Gedanken, wenn du noch keinen hast, du kommst zumindest anfänglich ganz gut ohne aus!

Der Trick dabei ist, die Kamera z.B. auf 2 Sekunden im Selbstauslösemodus zu stellen. So hat das Stativ Zeit, deine Bewegungen an der Kamera auszupendeln und kann so ein scharfes Bild machen.

Ich habe mir erst vor zirka einem Jahr einen Kabelfernauslöser gekauft, auf dem ich den Auslöser mechanisch verriegeln kann. Das spielt aber erst dann eine Rolle, wenn ich mit dem Bulb-Modus Bilder mache. Mit dem Bulb-Modus kann ich von Hand bestimmen, wie lang das Bild belichtet werden soll. Bis 30 Sekunden, kann das meine Kamera im Manuellen Modus automatisch. Aber wenn ich länger Belichten will, kommt dieser Modus zum Einsatz.

 

DSC_9726 Das Wetter für eine gelungene Nachtaufnahme

Auch in der Nacht gibt es ganz unterschiedliche Lichtsituationen, die je nach Wetter ganz unterschiedlich sein können.

Die bekannteste Situation ist wohl die blaue Stunde. Als blaue Stunde wird die Dämmerungszeit zwischen dem Sonnenuntergang und der nächtlichen Dunkelheit bezeichnet und dauert je nach Jahreszeit zwischen 15 und 50 Minuten.

Ist der Himmel in der Nacht dicht bewölkt, erhält der Himmel bei vielen Aufnahmen einen gelblichen Farbstich. Das ist besonders in dichteren Ballungsgebieten der Fall, da das abgestrahlte Licht von den Wolken reflektiert wird.

Wenn es geregnet hat, oder immer noch regnet, wird das vorhandene Licht zusätzlich durch Pfützen und Lachen am Boden reflektiert, was wiederum einen ganz besonderen Reiz haben kann.

Ich fotografiere extrem gerne nachts draussen, wenn es Nebel hat. Der Nebel bricht das vorhandene Licht ganz speziell und verhilft zu coolen Effekten.

 

DSC_9744

Das Experiment, die Aufnahme

Die Objekte, die ihr in der Nacht fotografieren könnt, sind extrem vielfältig. Das können Landschaften, Städte, Gebäude, Bäume oder einzelne Details sein.

Während der Aufnahme, arbeite ich ausschliesslich im Manuellen Kameramodus und stelle eine optimale Belichtung anhand der Belichtungsmessung im Kameradisplay ein. Vielfach mache ich mehrere Aufnahmen von einem Objekt, mit verschiedenen Belichtungszeiten. Dazu verkleinere ich dann absichtlich die Blende, so zwischen f8 und f22 um trotzdem keine überbelichteten Bilder zu erhalten.

Anfänglich ist es sicher auch ein guter Tip mit der sogenannten Brackting-Funktion zu arbeiten. Damit könnt ihr automatisch eine Belichtungsreihe erstellen lassen, von denen dann jeweils ein Bild korrekt belichtet, eines unter- und eines überbelichte ist. So könnt ihr gut mit dem Licht experimentieren, bis ihr ein wenig das Gefühl dafür bekommen habt. Natürlich kann man auf diese weise auch HDR-Bilder erstellen.

So, ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Nachtfotografie geben. Nun aber schön warten, bis die Sonnen untergeht und dann ab mit der Kamera und dem Stativ nach draussen um zu fotografieren.

lg Benjamin

Absolut bombastische Künstlergruppe

Blogs, Fotografieren

Gestern Abend, kurz bevor ich ins Bett ging, bin ich über meinen Feedreader auf einen Artikel mit einem Video im Blog fotoholiker.de von Julia Stern gestolpert, der mich sofort in den Bann zog.

Das Fotografieren ja manchmal als Malen mit Licht bezeichnet wird, war mir bekannt. Es war für mich auch nichts neues, dass man mit Langzeitbelichtungen und einer Lichtquelle lustige Effekte und Zeichen und Symbole auf ein Foto bannen kann, aber was die Jungs von Lichtfaktor hier in diesem Clip zeigen, dass das hat mich einfach erst mal sprachlos gemacht! Einfach BOOOOOAH!!!! Meine Kinnlade klappte erst nach dem Clip wieder hoch.

Kurz zusammengefasst, machen sie aus Langzeitbelichteten Fotos, auf denen sie mit ihrem Grafiti-Background Dinge zeichnen, am Schluss ein Stop-Motion Video der etwas anderen Art! Eine extrem coole Kunstart, die diese Jungs da entwickelt haben.

Ich habe mir schon die ersten Gedanken gemacht, wie ich das auch selber mal machen kann. Stop-Motion Videos aus Fotos habe ich schon das eine oder andere mal gemacht, aber mit dem Lichter malen, wage ich mich auf ein ganz neues Gebiet. Und wahrscheinlich werden meine Figuren etwas jämmerlich wirken, aber ich werde versuchen im nächsten Monat ein solches Anfängervideo zu erstellen.

Übrigens, habe ich mir sofort das Blog der beiden Künstler von Lichtfaktor gesucht und zu meinem Feedreader hinzugefügt. Da gibt es noch eine ganze Menge mehr Clips zu sehen …

Viel Spass beim reinschnuppern ….

Benjamin

Wie ich zum Fotografieren kam

Fotografieren

Mein ersten Schritte, von der analogen Kompaktknipse über eine digitale, einer Bridgekamera hin zur digitalen Spiegelreflex.

Mein erstes, war ein Bild von Flamingos im Zoo, mit der Kompaktkamera meines Grosvaters im Zoo. Danach schoss ich an einer Flugshow in Airolo etwa 4 Filme voll mit Bildern von Flugzeugen. Bei den meisten Bildern musste man die Flieger in der Luft anschliessend mit einer Lupe suchen. Aber es waren auch ein paar ganz spezielle und coole darunter, wovon eines noch heute zu meinen Lieblingsbildern zählt.

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Triebwerk eines deutschen Herkules-Transporters an der Flugshow Airolo 1997

Digital angefangen hat dann alles ca. 2004. Ich trug schon länger den Gedanken mit mir herum, dass ich eigentlich gerne Fotografieren würde. Doch analog war mir zu langsam und zu teuer. So kaufte ich mir für zirka 150 CHF eine SiPix SC 2300. Doch ich war schon bald ernüchtert, keine Zoomfunktion und vor allem eine Auslöseverzögerung von ca. 3 Sekunden. Ich glaube ich habe bis zum Schluss nicht mal 100 Aufnahmen mit der Kamera gemacht, obwohl ich sie häufig mit mir herumgetragen habe.

Dann im Frühling 2005 habe ich mich etwas länger mit der ganzen Fotografie herumgeschlagen, bin fleissig im Internet unterwegs gewesen und habe mich dann entschlossen, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und das ganze etwas ernster anzugehen.

Ich habe mir dann für ca. 800 CHF eine Panasonic LUMIX DMC-FZ20 gekauft. Ich war vollauf begeistert von dem Ding. Ein 10-fach Zoom inklusive Makrofunktion und das in einer Kamera die wirklich leicht ist! Dass ist noch heute ein nicht zu unterschätzender Vorteil von Bridge-Kameras.

Ich habe mich dann voller Freude ans Werk gemacht und meine ersten Bilder geschossen. Gleichzeitig habe ich mich bei der fotocommunity.de angemeldet und dort meine Werke präsentiert. Ich habe viel gelesen und ab und zu mit einem Kollegen über das Fotografieren gesprochen. Ich habe mir fleissig Bilder in der fotocommunity angeschaut und deren Auslösungsdaten jeweils angesehen um heraus zu kriegen, wie ich auch solche Bilder machen kann.

Ich glaube ich kann sagen, ich war Feuer und Flamme. Ich hatte die Kamera fast immer mit dabei im Rucksack und bin immer wieder mal kürzer mal länger auf Fotopirsch gegangen oder habe aus dem Zug heraus Bilder gemacht. Dabei konnte ich das eine oder andere gute Bild aufnehmen und habe viel dazu gelernt.

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Schon bald entdeckte ich die Nachtfotografie für mich. Mich fasziniert nach wie vor das zweite Gesicht dieser Welt, mit ihren bunten Lichtern. Und kurz darauf war ich ein heisser Freund von Langzeitbelichtungen.

Ich las nach wie vor viel im Internet und bekam von meiner Mutter ein Buch ausgeliehen, das in etwa Nikon-Fotoschule hiess. Es hat mich doch recht inspiriert, besonders ein Bild hatte es mit angetan. Ein Bild im Wald, indem der Fotograf während der Aufnahme noch ins Bild hinein gezoomt hatte.

Natürlich probierte ich das auch sofort aus, nur um ernüchtert fest zu stellen, dass das mit meiner Bridgekamera nicht möglich war. Und schon begann ich mit einer DSLR zu liebäugeln … Die Möglichkeit während der Belichtung das Zoom zu verändern und das RAW-Format hatten es mir richtig angetan.

So entschied ich mich dann im Juli 2006 eine DSLR zu kaufen. Nach einigen Recherchen im Internet fand ich dann auch bald eine günstige Nikon D50 mit Kitobjektiv 18-55mm, die ich mir sofort ersteigerte.

Von diesem Tag an, war ich ein besserer Fotograf! Nein, im ernst, das stimmt ja nicht wirklich, es war und ist ein langer Weg, auf dem ich mich befinde und ich denke als Fotograf hat man eh nie ausgelernt.

So, soviel zu meinem Einstieg in die Fotografie. Einen schönen Überblick über das fotografische schaffen in meiner Anfangszeit findet man heute noch auf meinem Fotokommunity-Account BenjaminK.

Lg Benjamin

PS: Übrigens sind alle Kameras, ausser der Sipix, heute noch im Gebrauch. Die LUMIX bei meiner Mutter, die D50 ist meine Zweitkamera und kommt hauptsächlich für die IR-Fotografie zum Einsatz.

Schlechtes Wetter? Zeit um Software zu testen …

Fotografieren, Freeware, Software

Die Autoren von heise.de haben fleissig recherchiert und extra ein Themen-Special in ihrem Software-Verzeichniss erstellt, in dem es nur um Fotos optimieren, verwalten und präsentieren geht.

Sie stellen in ihrem Themen-Special unter anderem 49 Programme vor und eine ganze Mengen an nützlichen Plug-Ins und Tools. Ich habe mir ganz spontan drei Programme gezogen, die ich näher ansehen werde.

Mich haben vorallem zwei Tools zur Perspektivenkorrektur (Perspective Transformations & ShiftN) angesprochen und ein Plug-Ins, mit dem trübes Licht korrigieren kann (luce).

Die ganze Sammlung ist wirklich sehr umfangreich, und beinhaltet fast auschliesslich Freeware-Tools (Programme deren Nutzung gratis ist). Die Sammlung beginnt bei Bildbearbeitungsprogrammen, geht über Bildverwaltungstools weiter zur Bildpräsentation, streift Photoshop-Plugins und endet schliesslich mit kleinen nützlichen Tools. Ich denke, da ist für jeden von euch das eine oder andere coole Tool dabei.